In der vorletzten Schulwoche des Schuljahres starteten 10 Schülerinnen und Schüler ins erste Kanulager des ÜFZ, ein echtes Abenteuer in Schillersdorf bei Mirow. Für die meisten war es die allererste Erfahrung mit Kanus, Kajaks und Canadiern und die Aufregung war groß.
Am Ankunftstag hieß es erst einmal: Zelte aufbauen! Mit vereinten Kräften wurde das Camp errichtet, bevor es eine Einführung in die „Mitmachküche“ gab. Dort lernten alle, wie man gemeinsam sorgfältig und lecker kocht, schließlich braucht man nach so viel Action auch ordentlich Energie. Agnes von Paddel Paul war die Expertin vor Ort. Sie brachte den Schülerinnen und Schülern die verschiedenen Bootstypen näher und zeigte, wie man richtig paddelt, damit das Vorankommen leichter fällt und vor allem sicher ist.
Nachdem jeder eine Schwimmweste und ein Paddel bekommen hatte, ging es an das Wasser. Die Boote wurden vorsichtig zu Wasser gelassen und alle machten sich bereit für die erste Tour durch die idyllischen Kanäle rund um Mirow. Das Paddeln war am Anfang noch ungewohnt, aber schon bald fanden alle ihren Rhythmus. Ziel war der Fischer an der Boeker Mühle, wo eine wohlverdiente Pause auf uns wartete. Diese kurze Verschnaufpause tat gut, nicht nur zum Kräfte sammeln, sondern auch um die Natur zu genießen. Ein echtes Highlight war die Sichtung eines Seeadlerpaares auf dem Woterfitzsee. So nah so beeindruckend, alle waren begeistert und still, um das majestätische Schauspiel nicht zu stören.
Der erste Tag endete mit gemeinschaftlichem Kochen. Pasta stand auf dem Speiseplan. Beim Sonnenuntergang gab es dann noch einen lustigen Wettbewerb: Wer war der beste Arschbombenmacher? Lachen, Planschen und gute Stimmung ließen den Tag perfekt ausklingen.
Am zweiten Tag ging es nach einem ausgiebigen Frühstück in Richtung Süden nach Granzow. Der Wind wehte ordentlich gegen uns, was ganz schön Kraft kostete, aber auch das Teamgefühl stärkte. Der Rückweg war dann umso angenehmer, weil der Wind endlich auf unserer Seite war. Besonders genossen wurde dabei das Seerosenparadies, ein wunderschöner Anblick, der die Strapazen schnell vergessen ließ.
Zurück an der Basis wurden die Boote gereinigt und sorgsam aufgeladen. Blasen an den Händen, Muskelkater in Schultern und Rücken sowie ein paar Sonnenbrände nahmen alle gerne in Kauf. Solche kleinen Wehwehchen gehören eben dazu, wenn man so aktiv unterwegs ist. Der zweite Abend klang wieder mit Spielen, gemeinsamem Kochen und einem erfrischenden Bad im See aus.
Das erste Kanulager war für alle eine tolle Zeit voller sportlicher Erlebnisse, Naturgenuss und Gemeinschaft. Trotz der kurzen Dauer gingen die Tage viel zu schnell vorbei, aber die Erinnerungen bleiben sicher noch lange lebendig. Für viele war es der Beginn einer neuen Leidenschaft fürs Paddeln und die Natur draußen. Da freut man sich schon auf die nächsten Abenteuer!







